vrijdag, mei 02, 2008

91. Europese Steden Tour en petitie "Access Denied" :: Pascal Gallez en Sabine Vanderelst in Duitsland

De Belgische ouders Pascal Gallez en Sabine Vanderelst - die momenteel 661 km afleggen van Brussel naar Straatsburg met hun petitie “Access Denied”- zijn inmiddels op de Duitse vaderdag op 30 april in Duitsland aangekomen. Vandaag vrijdag 2 mei zullen de Belgische ouders in Bonn een lijst met klachten indienen bij de Duitse Centrale Authoriteit die verantwoordelijk is voor het bewerkstelligen van omgang tussen buitenlandse ouders met hun binationale kinderen bij de andere ouder in Duitsland.











Die Teddys im Kinderzimmer lachen wie eh und je, doch das Bettchen bleibt leer. Unbestätigten Schätzungen zufolgen sind 200000 Elternteile in Belgien Opfer von Kindesentführungen durch den Ex-Partner.

Pascal Gallez (stehend, 2.v.r.) und Sabine Van der Elst marschieren vom 25. April bis zum 21. Mai von Brüssel nach Straßburg zum Europäischen Parlament, um auf die Probleme von Kindesentführungen durch ein Elternteil aufmerksam zu machen. In Malmedy trafen sie sich mit anderen betroffenen Eltern.

Betroffene Eltern marschieren von Brüssel nach Straßburg zum Europäischen Parlament

Wenn der Ex-Parnter das gemeinsame Kind entführt

BERLINER NETECHO » Zeitung » Schlagzeilen » Eifel / Ardennen -Von Evelyne Mertens [29.04.2008]

Malmedy

661 Kilometer - Das ist die Strecke, die Sabine Van der Elst und Pascal Gallez in einem knappen Monat größtenteils zu Fuß zurücklegen wollen. Nicht etwa, weil sie Spaß am Wandern haben. Nein, sie wollen mit diesem Marsch auf ihr Schicksal und das vieler anderer Eltern aufmerksam machen, die Opfer einer Kindesentführung wurden.

Von Brüssel nach Straßburg führt der Weg von Sabine Van der Elst und Pascal Gallez. Beide verbindet ein Schicksal, das in Belgien unbestätigten Schätzungen zufolge 200000 Mütter und Väter teilen. Sie alle wurden Opfer einer Kindesentführung durch den ehemaligen Lebenspartner. Der Begriff Kindesentführung (franz. »rapt parental«) muss in diesem Zusammenhang so verstanden werden, dass ein Elternteil dem andern den Umgang mit dem eigenen Kind verwehrt - ohne rechtliche Grundlage. Meist handelt es sich dabei um Racheakte bzw. um das Ziel, dem ehemaligen Lebenspartner - aus welchen Gründen auch immer - seelischen Schmerz zuzufügen - so sehen es jedenfalls die meisten Betroffenen.

Um auf dieses »Verbrechen« aufmerksam zu machen, sind Sabine Van der Elst und Pascal Gallez am vergangenen Freitag in Brüssel aufgebrochen zu einem 661 Kilometer langen Marsch nach Straßburg. Bei ihrer Ankunft, die für den 21. Mai geplant ist, wollen sie Vertretern des Europäischen Parlamentes eine Petition überreichen und auf die Missstände hinweisen. Unterwegs werden sie von verschiedenen lokalen Aktionsgruppen unterstützt, die sich ihrerseits auch an der Sammlung von Unterschriften beteiligen. Am Samstag erreichten die beiden die Ferme Libert in Malmedy, wo sie mit anderen betroffenen Eltern der Region eine Pressekonferenz zum Thema Kindesentführung einberiefen. Das Grenz-Echo war dabei und erfuhr mehr über die einzelnen Schicksale.

Mutter änderte Namen mehrmals

Pascal Gallez hat seinen Sohn Antoine an dessen sechstem Geburtstag das letzte Mal gesehen. Das ist mittlerweile elf Jahre her. Seitdem ist Antoine verschwunden - irgendwo in Deutschland, Pascal Gallez hat keine Ahnung wo. Die Suche im Internet oder in verschiedenen Bevölkerungsregistern hat ebenfalls nichts ergeben, da seine Ex-Frau in der Vergangenheit mehrmals den Namen des kleinen Antoine änderte.

Sabine Van der Elst hat eine ähnliche Geschichte: Ihre Tochter wurde im Juni 2003 von ihrem Ex-Mann »gekidnappt« und lebt seitdem in Deutschland. »Die deutsche Justiz schützt meinen Ex-Mann, obwohl ich in Belgien nach der Trennung das Sorgerecht zugesprochen bekommen hatte«, so Sabine Van der Elst. Noch nicht einmal das Besuchsrecht wurde ihr von deutscher Seite aus erlaubt. Jedenfalls nicht das, was man unter normalem Besuchsrecht versteht. »Es steht mir lediglich zu, meine Tochter ein Mal alle paar Monate zu besuchen. Es muss allerdings ein öffentlicher Ort sein, den die Behörden vorher bestimmen. Natürlich geschieht dieses Treffen nur unter Aufsicht. Ein Treffen, das ich angeboten bekommen habe, war z.B. an einem Dezemberabend draußen in einem Park«, so Sabine Van der Elst. »Außerdem darf ich mich nur auf Deutsch mit meiner Tochter unterhalten, obwohl sie Französisch gelernt hat.«

Väter sind die häufigsten Opfer

Im Gegensatz zu dem, was man allgemein annehmen könnte, sind es nicht die arabischen Länder, in die die meisten Kinder entführt werden. »Bis 2006 gab es die meisten Kindesentführungen durch ein Elternteil nach Deutschland, 2007 stand Frankreich an der Spitze«, so Sabine Van der Elst. Auch sind die Opfer nicht in erster Linie Frauen, sondern Männer. »85 Prozent der Kindesentführungen werden durch die Mutter vollzogen«, ergänzt die in Brüssel lebende Frau.

In ihrem jahrelangen Kampf haben Pascal Gallez und Sabine Van der Elst die Hoffnung nahezu aufgegeben, ihre Kinder wiederzusehen bzw. das Sorgerecht zurückzubekommen. »Die belgische Justiz schaltet sich in solchen Fällen nicht gerne ein, da sie das diplomatische Verhältnis zu Deutschland und anderen EU-Staaten nicht belasten will«, so Pascal Gallez. »Nach elf Jahren habe ich eigentlich mit der Suche nach meinem Sohn abgeschlossen. Trotzdem ist mir der Marsch nach Straßburg wichtig, denn diese Aktion steht für hunderttausende ähnliche Schicksale in Europa.«

Probleme mit Kindesentführungen durch ein Elternteil gibt es jedoch nicht nur auf internationaler Ebene, sondern auch innerhalb Belgiens. Patrick Garnier aus Theux, der den Marsch unterstützt und ebenfalls an der Pressekonferenz in Malmedy teilnahm, erläutert dem Grenz-Echo seine Situation: »Meine Ex-Lebensgefährtin verhindert seit Jahren ein normales Verhältnis zwischen mir und unserer gemeinsamen Tochter. Sie verweigert mir auch das Besuchsrecht, obwohl es mir legal zugestanden wurde.« Und genau da liegt nach Meinung vieler (belgischer Betroffenen) das eigentliche Problem. »Die Gesetze bezüglich des Sorge- und Besuchsrechts bei Trennungskindern sind in Belgien eigentlich sehr gut. Sie kommen jedoch oft nicht zur Anwendung«, so Patrick Garnier.

Sein persönlicher Fall ist bezeichnend: »Es steht schwarz auf weiß geschrieben, dass meine Ex-Frau mir nichts vorzuwerfen hat und mir das Besuchsrecht zugestehen muss, doch die Realität sieht leider anders aus.« 78 Anzeigen hat der Mann aus Theux mittlerweile bei der Polizei erstattet. 27 Mal wurde er vor Gericht angehört. »Jedes Mal wird gesagt, dass die Mutter im Fehler ist, doch in der Praxis hat sich bislang nichts geändert«, so Patrick Garnier sichtlich erregt. »Wendet man sich an die Politiker, heißt es dann, dass sie da nichts machen können. Das sei Sache der Justiz, und auf Grund der Gewaltentrennung werde man sich dort nicht einschalten.«

Bislang über 5000 Unterschriften

Über 5000 Unterschriften haben Sabine Van der Elst und Pascal Gallez schon zusammengetragen - die meisten aus Europa, aber auch aus anderen Ländern. Es geht ihnen wie erwähnt nicht nur um ihr eigenes Schicksal, sondern auch um das von schätzungsweise 200000 anderen Elternteilen in Belgien. Oder müsste man eher sagen: um das Schicksal von 200000 Kindern in Belgien? Die Betroffenen sind sich nämlich einig: Nicht nur die Eltern brauchen den Kontakt zu ihren Kindern, sondern auch umgekehrt.

Die Unterschriftenaktion ist zu finden unter: http://1777.lapetition.be

661 Kilometer zu Fuß von Brüssel nach Straßburg


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